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Intimchirurgie –
medizinische Aspekte und mögliche Gründe

Intimchirurgie wird häufig mit ästhetischen Veränderungen verbunden. Tatsächlich können jedoch auch medizinische oder funktionelle Beschwerden eine Rolle spielen. Schmerzen, wiederkehrende Reizungen oder Einschränkungen beim Sport und im Alltag können Gründe sein, das Thema gynäkologisch abklären zu lassen.

Wichtig ist dabei: Form, Größe und Symmetrie der äußeren Genitalien unterscheiden sich von Frau zu Frau deutlich. Viele Veränderungen sind vollkommen natürlich und stellen keine Erkrankung dar.



Wann können medizinische Gründe vorliegen?

Eine intimchirurgische Behandlung kann beispielsweise dann in Betracht gezogen werden, wenn dauerhaft bestehende Beschwerden vorliegen, etwa:

  • Schmerzen oder Reibung beim Sport
  • Beschwerden beim Fahrradfahren oder Sitzen
  • wiederkehrende Hautreizungen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Beschwerden durch Narben nach einer Geburt
  • funktionelle Veränderungen im Intimbereich

Vor einem operativen Eingriff sollte jedoch immer geklärt werden, ob tatsächlich anatomische Veränderungen die Ursache sind.

Nicht immer ist eine Operation notwendig

Beschwerden wie Brennen, Schmerzen oder Trockenheit können auch durch Infektionen, Hauterkrankungen, hormonelle Veränderungen oder Probleme des Beckenbodens entstehen.

Gerade in den Wechseljahren kann sich das Gewebe im Intimbereich verändern und empfindlicher werden. Je nach Ursache können daher auch nichtoperative Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen.

Veränderungen nach Schwangerschaft und Geburt

Schwangerschaft und Geburt können den Intimbereich und den Beckenboden verändern. Narben, Geburtsverletzungen oder eine stärkere Beanspruchung des Gewebes können längerfristig Beschwerden verursachen.

Auch hier gilt: Nicht jede Veränderung erfordert eine Operation. Eine gynäkologische Untersuchung hilft dabei, die Ursache einzuordnen und geeignete Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen.

Welche Risiken gibt es?

Auch kleinere intimchirurgische Eingriffe sind Operationen und können mit Risiken verbunden sein. Dazu zählen unter anderem:

  • Blutungen und Infektionen
  • Wundheilungsstörungen
  • Narbenbildung
  • Schmerzen
  • Veränderungen der Empfindlichkeit
  • Beschwerden beim Geschlechtsverkehr

Eine ausführliche medizinische Aufklärung ist daher besonders wichtig.

Medizinische Beratung als erster Schritt

Das Thema Intimbereich ist für viele Frauen sehr persönlich. Beschwerden sollten dennoch offen angesprochen werden, denn sie gehören zur gynäkologischen Gesundheit.

In der Praxis für Frauenheilkunde Thomas Roßbach können Veränderungen und Beschwerden diskret untersucht und mögliche Ursachen abgeklärt werden. Gemeinsam lässt sich anschließend besprechen, welche Behandlung aus medizinischer Sicht sinnvoll ist und ob überhaupt ein operativer Eingriff erforderlich ist.